Das engagierte Hilfswerk
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sauberes Wasser für alle
auch er profitiert von sauberem Wasser
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Vorläufig abgeschlossenes Projekt, das bei Bedarf aber wieder aufgenommen werden kann:
Wasserpumpenprojekt in Kolkata (früher Kalkutta)
Kolkata ist die Hauptstadt des Staates Westbengalen und mit ca. 5 Millionen Einwohnern (2011), über 14 Millionen in der Agglomeration (2011), nach Mumbai (Bombay) die zweitgrösste Metropole Indiens. Täglich strömen neue Flüchtlinge aus dem nahen Bangladesh nach Kolkata. Die Bereitstellung der Infrastruktur für die Wasserversorgung, Kehrichtbeseitigung etc. durch die Stadtverwaltung ist schwierig. Die starke Luftverschmutzung belastet die Stadt und ihre Bewohner zusätzlich. Kolkata liegt nahe des grössten Flussdeltas der Welt, wo Ganges und Brahmaputra in den Golf von Bengalen fliessen. Die Stadt wird vom grossen Fluss „Hooghly“ durchflossen, aus dem der grösste Teil des Wassers für die Versorgung der Stadtbewohner gewonnen wird, ein kleinerer Teil ist Grundwasser. Als we care 2002 seine Tätigkeit in Indien aufnahm, waren viele Wasserleitungen in Kolkata alt, verrostet und leck, sodass ein grosser Wasserverlust entstand. Darunter litten vor allem die Menschen in den Elendsvierteln, von denen es in Kolkata schätzungsweise 5'000 bis 5'500 gibt. Für sie gibt es kaum Zugang zu sauberem Wasser, denn die Slums haben letzte Priorität bei der Erstellung von Wasserleitungen, die vielen illegalen Slums haben überhaupt kein Anrecht auf irgendeine Infrastruktur. Tausende von Leuten müssen sich mit einer einzigen Wasserpumpe begnügen, wobei das Wasser nicht nur als Trinkwasser, sondern auch der Körperpflege, der Wäsche etc. dient. Viele Leute sind gezwungen, für letztere Zwecke Wasser aus verschmutzten Tümpeln oder anderen stehenden Gewässern, aus denen auch die Tiere trinken, zu verwenden. Der Kontakt mit kontaminiertem Wasser kann vor allem bei geschwächten Menschen verschiedenste Krankheiten auslösen. We care errichtete in diesen Elendsvierteln zusätzliche Wasserpumpen, eine Pumpe kostete rund CHF 1‘500.-. In erster Linie profitieren die Kinder, die oft unterernährt und damit besonders anfällig für Krankheiten sind. Der Zugang zu sauberem Wasser ermöglicht ihnen und ihren Familien eine höhere Lebensqualität und eine verbesserte Gesundheit. Beides fördert die Produktivität.
Mit der technischen Unterstützung von Frankreich begann Kolkata das gesamte Wasserverteilnetz zu sanieren und modernisieren. Die Stadtverwaltung erstellte in den letzten Jahren vermehrt Wasserpumpen auch in den Slums, weshalb wir uns zurückziehen konnten und nur noch vereinzelt auf Anfrage, auch in Dörfern, Pumpen installieren.
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